Pferdegestützte Therapie bei ADHS
Ob jung oder alt – wer mit ADHS oder einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) lebt, kennt die Herausforderungen, die damit einhergehen: Unruhe, Reizoffenheit, Impulsivität oder Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion. Die ADHS Therapie bietet verschiedene Ansätze zur Unterstützung, und besonders die Pferdegestützte ADHS Therapie eröffnet dabei neue Möglichkeiten.
In der Arbeit mit dem Pferd entsteht ein geschützter Raum zur Selbstwahrnehmung und Regulation. Bewegungsangebote, klare Strukturen und die ruhige Präsenz des Tieres helfen dabei, den Fokus zu halten, innere Impulse besser zu steuern und soziale Signale bewusster wahrzunehmen. Pferde reagieren unmittelbar auf die Körpersprache und das Verhalten ihres Gegenübers, wodurch sie ein wertfreies und direktes Feedback geben. Dies kann die Fähigkeit zur emotionalen Regulation verbessern und das Selbstvertrauen stärken.
Darüber hinaus unterstützt die Pferdegestützte ADHS Therapie die Entwicklung wichtiger Alltagskompetenzen. Durch den Umgang mit dem Pferd lernst du, Verantwortung zu übernehmen, achtsam mit deiner Energie umzugehen und eine klare, aber sanfte Kommunikation zu entwickeln – Fähigkeiten, die dir auch außerhalb der Therapie zugutekommen können.
Was macht die pferdegestützte Therapie bei ADHS und ASS so besonders?
Die Interaktion mit Pferden ermöglicht es dir, dich auf eine klare, unmittelbare und wertungsfreie Kommunikation einzulassen. Pferde reagieren direkt auf Verhalten und Emotionen, ohne sprachliche Erwartungen oder soziale Konventionen. Dadurch entsteht eine authentische Begegnung, die Selbstbewusstsein stärkt und Vertrauen fördert.
Gleichzeitig bietet die Therapie eine besondere sensorische Erfahrung: Das rhythmische Schwingen des Pferdes kann beruhigend wirken und die Körperwahrnehmung verbessern. Dies unterstützt nicht nur die Selbstregulation, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit. Die strukturierten Abläufe beim Umgang mit dem Pferd helfen, Klarheit und Orientierung zu gewinnen.
Zusätzlich schafft die Beziehung zum Pferd einen sicheren sozialen Lernraum. Es bietet die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Bindung aufzubauen und soziale Interaktionen spielerisch zu erproben – ohne Druck und mit unmittelbarem, ehrlichem Feedback des Tieres. Dadurch können emotionale Kompetenzen gestärkt und neue Wege des Miteinanders entdeckt werden.
Typische Themen in der Therapie:
- Aufmerksamkeitssteuerung & Reizfilterung bei ADHS
- Struktur, Sicherheit & Beziehungserfahrung bei ASS
- Impulskontrolle & Selbstregulation stärken
- Umgang mit Emotionen üben
- Selbstwert & Selbstwirksamkeit erfahren
- Achtsamkeit & Körperbewusstsein fördern
Für wen ist die Therapie geeignet?
Dieses Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer ADHS-Diagnose oder einer Autismus-Spektrum-Störung. Vorkenntnisse im Umgang mit Pferden sind nicht notwendig. Im Mittelpunkt steht die Begegnung – mit dem Tier, mit sich selbst und mit dem, was in der eigenen Innenwelt bewegt.
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